HAF-ALP-TOUR
Forschungsprojekt zu hybriden und automatisierten Flotten (HAF) in alpinen Tourismusregionen
Ort: Montafon, Vorarlberg
Laufzeit: 2024 - laufend
Auftraggeber:in: Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), abgewickelt über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)
Projektpartner:innen: Institut für Raumplanung der TU Wien (Forschungsbereich MOVE), yverkehrsplanung, MOURA. Mobilität und Raum, Stand Montafon
Selbstfahrende Autos sorgen in den Medien seit mehr als einem Jahrzehnt für Aufmerksamkeit. Als Effekt der medialen Präsenz hat sich ein spezifisches Bild dieser Technologie in der Öffentlichkeit gefestigt: Robotaxis in Städten und vielleicht auch automatisierte Lkws, die ohne Ruhezeiten rollen. Doch nur fünf Prozent der Fläche Österreichs sind städtisch geprägt. Große Teile des Landes bleiben in diesen Zukunftsbildern unberücksichtigt.
Im Forschungsprojekt HAF-ALP-TOUR beschäftigen wir uns daher mit Einsatzmöglichkeiten für automatisiertes Fahren in alpinen Tourismusregionen – einem Raumtyp, der in der bisherigen Forschung kaum repräsentiert war. Im Mittelpunkt stehen hybride und automatisierte Flotten (HAF), in denen automatisierte und konventionelle (also nicht automatisierte) Fahrzeuge kombiniert werden.
Das Montafon (Vorarlberg) ist für uns „Forerunner-Region“ und Denkwerkstatt. Die Region bietet mit ihrer Erfahrung im Infrastrukturbetrieb und der dynamischen touristischen Nachfrage ideale Voraussetzungen für die Erprobung neuer Mobilitätsformen. Gemeinsam mit Akteur:innen aus der Region entwickeln wir Anwendungsfälle, Betriebskonzepte, Geschäfts- und Finanzierungsmodelle sowie strategische Planungsansätze für HAF im Montafon. Zu den bisherigen Highlights des Projektes zählt ein Creation-Workshop im März 2025, in dem vielfältige Einsatzszenarien entstanden sind – von Gäste- und Aktivshuttles über Pendler:innenlösungen und Ergänzungen für den ÖV bis hin zu futuristischen Use-Cases wie der „Seilbahnpalette“.
Ein weiterer zentraler Projektbestandteil ist das von uns organisierte und moderierte Lern- und Austauschprogramm „HAFXchange“, das den Wissenstransfer zwischen Regionen in unterschiedlichen Bundesländern fördert. In den vier Follower-Regionen Pongau (Salzburg), Gesäuse und Murau (Steiermark) sowie Hermagor (Kärnten) werden aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Montafon regionsspezifische Anwendungsszenarien, Umsetzungskonzepte und Geschäftsmodelle entwickelt.