Bebauungsplan Vorkloster, Bregenz
Ort: Bregenz, Vorarlberg
Laufzeit: 03/2026 – laufend
Auftraggeber:in: Landeshauptstadt Bregenz
Projektpartnerin Bebauungsplan: Salzmann Raumplanung und Architektur
Freiraumkonzept: Studio Vulkan
Für die Landeshauptstadt Bregenz erarbeiten wir einen Teilbebauungsplan für den Kreuzungsbereich Rheinstraße–Mariahilfstraße. Das Projekt knüpft an die ebenfalls von uns begleitete Quartiersentwicklung Quellenviertel/Vorkloster an und überführt die im Quartiersleitbild formulierten Ziele in konkrete Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung.
Die zeitgleiche Entwicklungsabsichten mehrerer Grundstückseigentümer:innen eröffnet die Chance, die Transformation eines ganzen Quartiers zu gestalten. Damit verbunden sind grundlegende Fragen: Welche Identität kann ein solcher Ort entwickeln? Welche Form von Urbanität kann hier entstehen? Und wie lassen sich unterschiedliche Entwicklungen zu einem stimmigen Ganzen verbinden?
Der Teilbebauungsplan schafft hierfür den verbindlichen Rahmen. Er ermöglicht die bauliche Entwicklung des Gebiets und formuliert zugleich die Voraussetzungen für eine geordnete städtebauliche Entwicklung. Dabei richtet sich der Blick bewusst über die Grenzen einzelner Bauvorhaben hinaus, um die räumlichen, funktionalen und gestalterischen Qualitäten des gesamten Quartiers langfristig zu sichern.
Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Freiraum zu. Er bildet das verbindende Element des zukünftigen Quartiers. Heute ist dieser Raum stark vom motorisierten Verkehr geprägt: Ein hohes Verkehrsaufkommen auf der Rheinstraße, großzügig dimensionierte Verkehrsflächen sowie ein entsprechend hoher Versiegelungsgrad bestimmen das Erscheinungsbild. Gleichzeitig befindet sich mit dem Erawäldele ein Grünzug von gesamtstädtischer Bedeutung in unmittelbarer Nähe.
Das Freiraumplanungsbüro Studio Vulkan entwickelt ein Freiraumkonzept, das die Freiräume zwischen den bestehenden und künftigen Gebäuden als verbindendes Element des Quartiers versteht. Ziel ist es, die landschaftlichen und ökologischen Qualitäten des Erawäldeles bis in das Quartier hineinwirken zu lassen, neue räumliche Bezüge zu schaffen und den Freiraum als identitätsstiftendes Element auszubilden.
Die Erarbeitung des Teilbebauungsplans erfolgt in einem kooperativen Prozess. Gemeinsam mit den Grundeigentümer:innen und ihren Architekt:innen, der Stadtverwaltung, Fachplaner:innen sowie dem städtischen und dem Landesgestaltungsbeirat werden die Leitlinien für die zukünftige Entwicklung des Quartiers diskutiert, abgestimmt und schrittweise konkretisiert.